Katholisch Theologische Privatuniversitat

Linz, Austria

No. Students: 438
Funding type: Private
Campuses:
Listed programmes:
Type of education:

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About

Historisch betrachtet ist die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz die älteste der Hohen Schulen" von Linz. Seit über 300 Jahren wird hier Theologie betrieben. Die um die Mitte des 16. Jahrhunderts gegründete und im Zuge der Gegenreformation 1629 von den Patres der Gesellschaft Jesu übernommene Landschaftsschule in Linz wurde 1669 um das philosophische und kirchenrechtliche Studium und 1672 um theologische Lehrveranstaltungen erweitert. Der Ausbau zum theologischen Vollstudium erfolgte unter Kaiserin Maria Theresia. Die Aufhebung der Gesellschaft Jesu im Jahre 1773 bedingte den Übergang der theologischen Lehranstalt in die Hände des Staates. Von 1783 bis 1793 war der Studienbetrieb (auf Grund der Einrichtung der josephinischen Generalseminarien) unterbrochen, wurde jedoch 1794 wieder aufgenommen. Das Ende des Josephinismus führte am 30. Juni 1850 zur Umwandlung der staatlichen K.K. Studienanstalt für Theologie" in eine bischöfliche Diözesanlehranstalt, die 1853 in die Räume des Priesterseminars verlegt wurde.

Der Weg zur Theologischen Fakultät

Mit Zustimmung der Österreichischen Bischofskonferenz vom 1. Juli 1971 und nach Rücksprache mit den zuständigen staatlichen Stellen führt die ehemalige Philosophisch-Theologische Lehranstalt Linz seit 1. September 1971 den Namen Philosophisch-Theologische Hochschule der Diözese Linz". Diese wird auf Grund der mit 25. Dezember 1978 datierten Urkunde der Kongregation für das katholische Bildungswesen ad experimentum, mit 15. November 1988 definitiv in den Rang einer Theologischen Fakultät erhoben. Die offizielle Bezeichnung lautet Katholisch-Theologische Hochschule Linz / Theologische Fakultät" (KTHL). Die KTHL ist berechtigt, akademische Grade zu verleihen, die auf der Grundlage des Konkordates vom 5. Juli 1933 auch staatsrechtlich anerkannt sind. Das Bundesministerium für Unterricht und Kunst hat mit Schreiben vom 22. Mai 1979 und vom 18. September 1979 diese Gesetzeslage bestätigt.

Das Wappen der Universität

Anlässlich der Fakultätserhebung (1978) gibt sich die Hochschule auch ein Wappen, das folgende Elemente enthält: Der Schild ist im unteren Bereich geteilt und zeigt links einen halben Doppeladler, womit die Beziehung zur Republik Österreich zum Ausdruck gebracht wird. Der rechte Teil des Schildes stammt aus dem Diözesanwappen, dessen Ursprung nicht völlig geklärt ist. Der Tradition nach wurden die Leinenblüten in Anspielung auf den Namen Linz (Lentia) gewählt; in ihrer Dreizahl sollen sie frühe Kirchen der Stadt Linz symbolisieren: die Martinskirche und die Stadtpfarrkirche südlich sowie die nicht mehr bestehende Nikolauskirche nördlich der Donau (Urfahr). Das blaue Band dazwischen bedeutet die Donau. Die gekreuzten Petrusschlüssel" im oberen Feld bringen die Bindung der päpstlichen Fakultät an Rom zum Ausdruck. Gekrönt wird das Wappen von der aufgeschlagenen Heiligen Schrift mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega, womit ein Verweis auf die Hauptquelle der theologischen Wissenschaft gegeben ist, bzw. auf Christus als Anfang und Ende aller Theologie (Offb 1,8).

Errichtung einer Fakultät für Kunstwissenschaft und Philosophie

Nach mehrjährigen Vorbereitungen wird mit 2. Februar 2005 durch die Kongregation für das Katholische Bildungswesen das Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie" (IKP) im Fakultätsrang (ad instar facultatis) mit spezifisch philosophischem Graduierungsrecht errichtet. Gemäß der üblichen Praxis erfolgt dies zunächst ad experimentum auf fünf Jahre. Auf dieser Grundlage bietet das IKP seit dem Studienjahr 2005/2006 philosophisch-kunstwissenschaftliche Studien an. Nach fünfjähriger Einführungsphase erfolgt mit 2. Februar 2010 die Bestätigung der Errichtung des IKP donec aliter provideatur durch die Bildungskongregation (Dekret vom 10. Dezember 2009). Damit ist das IKP im Status einer geisteswissenschaftlichen Fakultät dauerhaft an der KTU Linz errichtet.

Neue Studienpläne

Im Zuge der Veränderungen im Europäischen Hochschulwesen reagiert auch die KTU auf die Vorgaben des sogenannten Bologna-Prozesses". So werden nach Approbation durch die Römische Bildungskongregation per Dekret des Magnus Cancellarius mit Rechtswirkung vom 1. Oktober 2008 neue Studien in Kraft gesetzt.

Das bisherige Diplomstudium Katholische Religionspädagogik wird nunmehr als dreijähriges Bakkalaureatsstudium Katholische Religionspädagogik" (mit dem abgekürzten Titel Bacc.rel.paed) und einem darauf aufbauenden zweijährigen Magisterstudium Katholische Religionspädagogik" (Mag.rel.paed) angeboten. Das Diplomstudium Katholische Theologie bleibt als fünfjähriges Studium bestehen.

Das bisherige vierjährige Diplomstudium Kunstwissenschaft-Philosophie" wird ebenfalls ab dem Studienjahr 2008/09 durch ein dreijähriges Bachelorstudium Kunstwissenschaft-Philosophie" (mit dem Titel Bachelor of Arts, BA) ersetzt, woran ein zweijähriges Masterstudium Kunstwissenschaft-Philosophie" (Master of Arts, MA) angeschlossen werden kann.

Weiterhin besteht an beiden Fakultäten die Möglichkeit zur Promotion sowie zur Habilitation.

Die Privatuniversität

Wie das Gebäude eine subtile architektonische Verschränkung aus einem alten Barockbau und einem Neubau der 1980er Jahre verkörpert, fördert die Universität den Dialog zwischen traditionsreicher Geschichte und Fragen der Gegenwart. Über 30 Wissenschafterinnen und Wissenschafter lehren theologische, philosophische und kunstwissenschaftliche Disziplinen: Altes und Neues Testament, Fundamentaltheologie und Dogmatik, Katechetik, Religionspädagogik und Pädagogik, Kirchengeschichte und Patrologie, Kirchenrecht, Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie, Moraltheologie, Pastoraltheologie und Gesellschaftslehre, Kunstwissenschaft und Ästhetik, Philosophiegeschichte und Systematische Philosophie.

Spezifika der Universität sind der Studienschwerpunkt Wirtschaft - Ethik - Gesellschaft, das angegliederte Institut für Caritaswissenschaft, der Dialog von kirchlicher Gegenwart, Theologie und Kunst sowie die persönliche Atmosphäre.

Die öffentliche zugängliche Bibliothek ist die drittgrößte in Linz und zeichnet sich durch ein inhaltlich breites Spektrum an Fachliteratur aus. Als Ort der theologischen, philosophischen und kunstwissenschaftlichen Forschung und Lehre bildet die Privatuniversität ein geisteswissenschaftliches Zentrum Oberösterreichs, an dem einer breiten Öffentlichkeit zugängliche Vorträge, Symposien und Ausstellungen stattfinden. Die rege Forschungstätigkeit der Lehrenden wird über die seit 1848 bestehende Theologisch-praktische Quartalschrift, die Linzer Philosophisch-theologischen Beiträge, die Zeitschrift "kunst und kirche", die Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie sowie zahlreiche Einzelpublikationen weit über die Grenzen Österreichs bekannt gemacht.

Accreditations

Mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 2. August 2000 wird die Katholisch-Theologische Hochschule Linz als erste Privatuniversität Österreichs akkreditiert. Das Fakultätskollegium hat bereits vorab in seiner außerordentlichen Sitzung am 27. Oktober 1999 beschlossen, nach erfolgter Akkreditierung den Namen in Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz" (KTU Linz) abzuändern.

Master's Programmes at Katholisch Theologische Privatuniversitat

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Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie ad instar facultatis (IKP)

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